Gewalt gegen Kinder

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Gewalt gegen Kinder 😰

Ich habe ein Buch gelesen. Besser gehört.

Es ist schockierend, alarmierend.

Im weitesten Sinne wird berichtet über die Machtausübung von Eltern auf ihre Kinder im ekelhaftesten, verachtenswertesten Weg.

Es geschah im Wallfahrtsort Altötting. Einem Ort in dem sich viele Menschen noch heute eine Erleuchtung und Erlösung erhoffen. In dem es vor göttlicher Gnade dich nur so glühen sollte!

Es spielt in der Nachkriegszeit. Klar, damals war noch alles anders. Vor allem die Erziehungsmethoden. Lange her!

Lange her? Wirklich? 

Ich selbst habe auch noch Ohrfeigen kassiert. Meine Eltern trifft keine Schuld. Sie haben getan, was die meisten Eltern in unserem christlichen Dorf auch gemacht haben. Und zum Glück haben sie relativ bald gemerkt, dass das nicht der weg sein kann.

In der 3. Klasse habe ich Schläge mit dem Zeigestab auf meine Fingerknöchel erlitten. Mehrmals. Von einem Lehrer den wir Kinder trotzdem geschätzt haben. Weil uns nicht mal bewusst war, dass das falsch sein könnte. Das war im Jahr 1992! Übrigens würde erst im Jahr 1980 die Prügelstrafe durch Lehrer verboten! 

Ich kann mich nicht mehr erinnern, ob ich das jemals meinen Eltern erzählt habe. Traurig, wenn ich damals nicht mal so viel Vertrauen in meine Eltern hatte um es zu erzählen. Falls ich es doch gesagt habe, noch viel trauriger, dass daraufhin nichts passiert ist.

Ich mag meine Eltern in Schutz nehmen! Sie waren öffentlich viel mehr die Kämpfer für uns und sicher oft im Kreuzverhör mit anderen Eltern die „Nachlässigen“!

Wir brauchen Bücher wie diese solange Eltern noch immer ihre Kinder klein machen und manipulieren.

Und auch Worte können Körperverletzung sein!

Kinder an die Macht! ❤️ #misslara #dasscheisslebenmeinesvatersdasscheisslebenmeinermutterundmeineeigenescheissjugend #andreasaltmann #gewalt #gewaltgegenkinder #stehtauf #schauthin

 

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Mama, was ist Wut?

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Mein Mädchen fragt neulich beim abendlichen Vorlesen: “Mama, was ist Wut?”

Ist es nicht einfach unfassbar wie unschuldig und rein so eine Kinderseele ist?

Nicht, dass sie nicht schon einige Male wütend gewesen wäre. 🤪

Aber sie hat noch gar keine Bezeichnung für ihre derartigen Gefühle gehabt. 

Manchmal, wenn sie jetzt in meinen Augen grundlos jammert oder motzt, erinnere ich mich daran. Sie kann ihre Gefühle selbst noch gar nicht richtig deuten. Weiß nicht, was gerade nicht passt oder wieso sie gerade ist, wie sie ist.

Wie könnte ich sie also dafür schimpfen oder überhaupt denken, dass sie sich „jetzt wieder aufführt“?

Das habe ich oft als Kind gehört. Und ich habe es mir schnell abgewöhnt. Mit der Folge, dass ich sogar jetzt noch im erwachsenen Leben Dinge gefallen lasse ohne einen Mucks von mir zu geben.

Es kostet mich gerade viel Arbeit mich auch mal zu wehren und hinzuhören was ich überhaupt will.

Das zeigt mir wieder wie unmittelbar Laras Entwicklung mit mir selbst zu tun hat.

Gestern habe ich den Satz gehört: „Dein Kind zeigt dir wer du bist.“ und das ist aus meiner Sicht sehr, sehr wahr!

 

Was wirklich zählt

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Komisch über was wir (Eltern) uns eigentlich immer so Gedanken machen. Bei welchen Entscheidungen wir immer im Hinterkopf die Frage wälzen ob wir falsch entschieden haben. Und dann ist er plötzlich da: der Moment in dem man sich über sich selbst ärgert, weil man überhaupt Lebenszeit dafür verschwendet hat. Unser Kind wurde am Auge operiert. Nichts schlimmes! Aber gesehen haben wir in den letzten Wochen viel was mich noch mehr dazu bringt dankbar zu sein für das, was wir haben: ein gesundes Kind! Jeder der schon mal einige Zeit in einem Kinderkrankenhaus verbracht hat, weiß was ich meine. Nach solchen Erfahrungen möchte ich mir gerne auf die Hand tätowieren „genieße jeden Moment!“ Zum Glück schaffe ich das (mal mehr, mal weniger) auch so ganz gut. Selbst dann, wenn das Kind von der Lehne aufs neue Sofa springt und „Partykanone“ schreit und dabei die Kissen durchs Wohnzimmer wirft. Auch, wenn sie dort knetet, wo es eigentlich nicht sein soll, nach dem Zähneputzen noch einen Keks will… weil es einfach so Wurscht ist!!!! Alle sind gesund, wir haben reichlich zu essen und zu trinken und ein da b über dem Kopf. Unser Leben ist prima! 🎈

Flugreisen mit Kleinkind – a Walk in the Park

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Es ist wieder soweit: die schönste Jahreszeit des Jahres… Urlaub!!

Da wir jetzt schon zum 4. mal mit Lara hier her fliegen, habe ich überlegt mal ein bisschen was zu Fernreisen mit Kind zu schreiben. Ich kann mich dabei aber nur auf Florida und somit auf eine Flugzeit/Reisezeit bis 20 Stunden beziehen. Das fliegen mit unserem Kind war bisher jedes Jahr anders. Am anstrengendsten war es beim ersten Mal. Damals war ich total unentspannt und #misslara hatte stärksten Bewegungsdrang. Und Filme schauen hat sie noch nicht interessiert. 😬 Bei der Flugbuchung habe ich immer darauf geachtet, dass ihre (Mittags)Schlafenszeit nicht während dem Boarding ist. Sondern erst 1-2 Stunden nach dem Start. Am Anfang ist im Flieger meist alles aufregend und an Schlaf ist nicht zu denken. Seitdem sie nicht mehr ins bassinet passt haben wir die @jetkidsdeutschland Bedbox. Die funktioniert für uns prima. Ich besorge außerdem vor der Reise neue #pixibücher und Reisespiele die ich in den Koffer packe und vorher nicht zeige. Außerdem dürfen @playdoh und Aufkleber nicht fehlen. Malbücher, neue Stifte, Kindertattoos… und auf dem iPad haben wir die @netflixde App auf der man vieles für 48 Stunden downloaden kann. Schlecht sind für uns meist die Wartezeiten beim Sicherheitscheck oder Einreise in die USA. Da bin ich meist auch etwas nervös. Ich bin trotzdem jedesmal überrascht wie gut sie alles mitmacht. Auch wenn ich mir jedes Mal nach 3 Stunden Flugzeit denken: „Ahhh, es sind noch über 6 Stunden!!“

Zwischen Liebe und Vertrauen

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Ich wollte es schon längst geschrieben haben. Diesen Artikel über die Wahl des richtigen Kindergartens/Kinderkrippe.

Wer aufmerksam verfolgt weiß, dass Lara seit sie 1,5 Jahre alt ist in die Kita geht.

Das Alter spielt für viele Menschen die bewerten wollen eine große Rolle. 

Erst neulich war ich zu Besuch bei einer Freundin die ihr Kind nicht vor dem 3. Geburtstag fremdbetreuen lassen wollte. Aus Überzeugung und weil sie ihr Kind dementsprechend einschätzte.

Als ihre Mama (wohnt im selben Haus) mich fragte ob Lara schon in den Kindergarten geht und ich antwortete, dass sie schon fast 2 Jahre in der Kita ist, kam ein „Ui Ui Ui“. Kein anerkennendes. Eher eins von der Sorte: „so früh??? Das schadet dem Kind bestimmt“

Für mich viel deutlicher ist, dass es ihr nicht schadet. Die Gründe hierfür wurden den Rahmen sprengen.

Wir haben die erste Kita mit sehr, sehr viel bedacht ausgesucht. (Siehe früherer Post)

Leider hatte sie keinen Kindergarten dabei, was für uns im September letzten Jahres bedeutete, wir müssen eine neue Einrichtung suchen.

Nun gibt es Fakten die beachtet werden müssen. Etwa Öffnungszeiten, Mittagessen, Mittagsschlaf, flexible Hol- und Bringzeit. Das war uns alles wichtig und schrumpft die Zahl der in Frage kommenden Einrichtungen auf ein Minimum.

Danach kommen eigene Überzeugungen und Konzepte der Kindergärten zum tragen.

Und zu guter letzt kommt es drauf an, ob die Wunscheinrichtung einen Platz frei hat.

Man muss sicher Kompromisse eingehen. Aber in unserem Fall war es so, dass wir uns viel zu sehr vom Kopf leiten ließen und in dem Kindergarten zwei Straßen weiter unterschrieben haben. (Kind kommt mit den anderen Kindern in die Schule, nicht weit weg, kleine Einrichtung)

Von Anfang an kamen mir die Mitarbeiter überfordert und nur wenige liebevoll vor. Es gab gefühlte 1.000 Regeln was kaum zu unserer Art passt. An dem ersten Elternabend 6 Monate vor unserem Start dort wurde 45 Minuten lang darüber referiert, was die Kinder alles nicht in ihrer Brotzeitbox haben dürfen.

Versteht mich nicht falsch, ich finde gesunde Ernährung sehr wichtig. Aber ich finde auch, dass man es hier gewaltig übertrieben hat!

Am Probetag hat man uns gefragt was Lara gerne spielt und ich habe wahrheitsgemäß geantwortet, dass sie mit Puppen gar nichts am Hut hat.

Die Leitung dort hat sie trotzdem sofort in die Puppenecke gesteckt und mich zur Arbeit geschickt. 

10 Minuten später habe ich meinen Mann den Auftrag gegeben sie abzuholen.

Ich hatte Alpträume und konnte mich einfach nicht mit dem Gedanken anfreunden sie dort hinzuschicken. Eine andere Option hatten wir aber nicht und es war bereits Ende Juli. 

Die meisten Einrichtungen hatten bereits Sommerpause.

Und dann kam er: Der Anruf, der alles veränderte. 

Wir standen schon 3 Jahre auf der Warteliste einer Kita mit sehr gutem Ruf. 

Es hat jemand abgesagt. Ein Platz ist für uns frei! 

Wir haben sofort unterschrieben und Lara liebt es dort. Und mein Mann und ich auch!

Es geht modern zu. Es gibt kaum alte Glaubensätze und man kann immer mit allen dort reden.

Allerdings besuchen diese Kita fast 100 Kinder. Und das ist unser Kompromiss. Eigentlich wollten wir ja eine kleine Einrichtung.

Das Bild oben zeigt unser fröhliches, angekommenes Kind und ist in meiner Abwesenheit entstanden. Sie lernt dort so viel, was ich nicht lernen kann, zeigen kann oder vergesse. 

Als ich sie neulich auf dem Klo ihr Kleid hochheben sah habe ich sie gefragt: „Wer hat dir das denn gezeigt“ (ich war es nicht) sie: „Die Dani. Die weiß einfach alles.“ ❤️

Es ist auf jeden Fall jede Mühe wert die bestmögliche Betreuung für unsere Kinder zu finden!

Wir sind froh solch ein Glück gehabt zu haben! 

Komm, steh mir bei in meinem Unwohlsein

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Was mir neulich mal so aufgefallen ist: ich bespreche vorwiegend Elternthemen mit anderen Eltern bei denen ich mir selbst nicht so ganz sicher bin. Oder bei denen mein Bauchgefühl nicht mit der Handlung übereinstimmt.

Und dann leider oft nicht in der fragenden weise sondern eher so „also ich finde das gehört so und so“… 

Dabei möchte ich die Bestätigung, dass ich das schon richtig mache obwohl ich mich dabei so schlecht fühle. 

Fakt ist: andere Eltern tun das auch! Ich habe es bemerkt. Und ich bin bestätigt worden als mir dann, ein paar Wochen später mitgeteilt wurde, dass sie es nun doch geändert haben. 

Beim letzten Mal, als es mir so ging und ich es im Nachhinein gemerkt habe, dachte ich so bei mir: Man sucht sich gleichgesinnte, damit man mit seinem „Problem“ nicht alleine ist.

Im Endeffekt habe ich für mich festgestellt, dass ich immer dann ein schlechtes Gefühl in der Magengegend habe, wenn ich etwas umsetzen will von dem alle Welt sagt es müsse so oder so sein und mir unterbewusst einfach nicht einleuchtet wieso. 

Unterm Strich kann ich für meine persönliche Entwicklung also sagen, dass mich die Elternschaft selbstbewusster macht, weil ich meine innere Stimme damit trainiere und überhaupt viel mehr höre als zuvor.

 

Wessen Bedürfnis ist es?

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Bitte liebes Kind,
Lass mich dich einschlafbegleiten.
Dein Duft macht mich so glücklich,
Deine warme Haut lenkt meine Gedanken zu dem Einzigen, was wirklich zählt
Deine tiefen Atemzüge verlangsamen meine Hast
Das du dich bei mir sicher fühlst macht mich stolz!
Auch wenn ich danach wieder aufstehe sind diese Minuten die friedlichsten meines Tages.
ICH brauche das so sehr!