Mutterschaft ist gesund

oder: Warum es gut für mich ist Mami zu sein

Ja, es ist wahr. Mama-sein ist wirklich gesund. Nicht nur, dass man sein Gefühlsleben umkrempelt… Nein, es ist wirklich so, dass es richtiggehend gesund ist! Warum?

Punkt 1: ich sehe weniger fern. Ich komm einfach gar nicht mehr dazu. Und heute habe ich in den Nachrichten gehört, dass der Deutsche zu viel sitzt. Unter anderem auf dem Sofa. Und damit sind wir schon beim zweiten Punkt

Punkt 2: ich bewege mich mehr. Klar, mit meinem Baby auf dem Arm renne ich mindestens 8 mal am Tag die Treppe hoch zum wickeln. Ich habe mehr  Wäsche und somit wird auch die Kellertreppe mehr in Anspruch genommen. Ich sitze praktisch nur, wenn sie tagsüber schläft. Manchmal. Meistens mache ich dann nämlich meinen Haushalt.

Punkt 3: mehr frische Luft. Mein Kind braucht Frischluft. Vor einem Jahr hätte mich im Winter niemand vor die Tür gebracht. Ausser vielleicht, wenn das Haus gebrannt hätte. Heute gehe ich freiwillig stundenlang mit dem Kinderwagen durch das Wohngebiet. Und weil ich jetzt kein Auto mehr habe laufe ich auch zum Aldi und zurück. Macht Spaß und hält fit!

Punkt 4: weniger Internet und Handy. Was bin ich vor der Geburt von Lara an diesem sch… Ding gehängt??? Facebook, gofeminin, eBay, eBay Kleinanzeigen, Amazon, Asos, H&M. Mein Gott, meistens habe ich nicht mal wirklich was kaufen wollen, sondern mir nur die Zeit vertreiben. Wie sinnlos!

Punkt 5: Ich lache mehr. Nicht nur, dass so ein Baby manchmal echt lustig ist… Auch um sie zum lächeln zu bringen bewegen sich meine Mundwinkel in ihrer Gegenwart praktisch kaum mehr nach unten!

Punkt 6: ich lebe sparsam. Zumindest zur Zeit. Ein Kind ist zwar sauteuer wegen den ganzen Anschaffungen, den Klamotten die man nur kurz anziehen kann und dem Haufen Windeln! Aber ich habe noch nie so wenig Geld ausgegeben wie derzeit. Ich habe a) keine Zeit und b) keine Gelegenheit. Als ich noch jeden Tag unterwegs war brauchte ich zuerst mal viel Geld für Essen. Und dann hatte ich laaaange Mittagspausen die ich viel zu oft in den Innenstädten verbrachte und viel zu viel Zeug gekauft habe, welches ich gar nicht brauchte.

Punkt 7: Man lernt neue Leute kennen. Wahnsinn, was Kinder für ein Kontaktmagnet sind. Das hätte ich vorher nie so gedacht, aber ich glaube, dass ich in meinem bisherigen Leben noch nie so oft von Fremden angesprochen wurde als jetzt in meiner kurzen Zeit als Mama. Und manche Kontakte entwickeln sich zu Freundschaften. Dazu mehr im nächsten Beitrag….

Butterweich und zart schmelzend

oder: was 10 Wochen Mami-sein aus dir machen

Heute war ein guter Tag. Heute habe ich aus lauter Lust am Leben mit meiner kleinen Lara auf dem Arm zu meinem neuen Küchenradio getanzt. Ok, getanzt ist übertrieben. Ich bin von einem Bein auf das andere gehüpft und meine süße hat es irgendwie… naja, mitgemacht. Ich hab sie im Takt gewippt und da ist es mir bewusst geworden:

Unter Tränen der Rührung ist mir aufgefallen wie schnell das Alles hier vorbei sein wird. Wie schnell wird sie groß sein und nicht mehr auf meinen Arm passen… Und das Schlimmste daran ist, dass ich das alles vergessen werde. Genauso wie ich vergessen werde, dass ich am Anfang fast durchgedreht wäre, weil ich jede Nacht mit dem Kind am Arm sitzend auf dem Sofa geschlafen habe, weil die Maus einfach keinen Tag und keine Nacht kannte. Genauso werde ich vergessen, wie süß ihr Köpfchen riecht, wie weich ihre Haare sind. Wie sich ihre Püpschen anhören und ihre Kacka stinkt. Wie sie sich auf meinem Arm anfühlt und wie es auf dem Babyphone aussieht wenn langsam ihre Äuglein zufallen. Und ihr Lächeln… Ihr Lächeln welches jetzt noch ohne Ton ist aber schon so süß aussieht! Wie sie sich bereits selber den Dutzi wieder reinschiebt, wenn er nur nah genug an ihrem Mund liegt. Wieso kann man Gefühle nicht aufnehmen?

Mama-sein öffnet emotional neue Türen in einer Frau. Ich habe noch nie in meinem Leben so viele Höhen und Tiefen erlebt. Mama-sein bildet weiter in Sachen Gefühl! Und es macht erwachsen. Und es macht einen selbst wieder zum Kind. Die Bandbreite ist einfach unbeschreiblich!

Wenn sie groß ist, werde ich stolz auf sie sein. Ob sie nun bei der Müllabfuhr arbeitet oder Jura studiert. Weil sie mein Mädchen ist und so ein Teil meines Lebens ist und mein ganzes Herz erfüllt!

Ich liebe dich du Wurm!

2 Monate

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Vorgestern war der 17.01.15. Unsere kleine Lara ist nun schon zwei Monate alt. Man will es nicht hören und ich wollte es nicht schreiben… Aber es ist so: wie schnell die Zeit vergeht!

Unsere Lara ist eine ganz eigene Persönlichkeit. Jetzt schon, daher schreibt sie:

Was ich hasse:

– Mützen… Ich bin ein Winterbaby, daher besteht Mama darauf, dass ich eine anziehe. Mama und Oma haben schon gefühlte hundert Mützen gekauft in der Hoffnung, dass ich eine gut finde. Aber wenn ich eine Mütze tragen muss sieht das so aus:

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– mehr Milch trinken als ich will. Ich bin seit meiner Geburt Portionstrinkerin. Wegen der Linie… Soll heißen, ich trinke lieber öfter am Tag dafür immer nur ein bisschen. Andere Babys in meinem Alter trinken 170 ml pro Mahlzeit. Ich trinke zwischen 90-120 ml.

– Spucken. Leider ist mir oft nach dem trinken schlecht und ich muss noch spucken. Das find ich doof und ich weine auch immer ein bisschen

– Langeweile. Mama meint immer ich soll mit ihr auf dem Sofa oder im Bettchen kuscheln. Aber ich will lieber beschäftigt werden und so nach 5 Minuten wird’s mir einfach langweilig

Was ich mag:

– Mein Mobile am Wickeltisch. Ich lächle nämlich schon und meine Mami hat an das Mobile noch Herzen drangehängt und so Zeug, damit es näher an meinem Gesicht baumelt. Aber wenn sie mich wickelt hängt ihr das ganze Zeug im Gesicht rum und das ist der eigentliche Grund warum ich lachen muss

– Meine Nacht-Dutzis. Die sind von der Marke Mam und leuchten im dunkeln. Wenn ich ihn nachts verliere findet ihn Mami wieder um ihn mir reinzustopfen

– Meinen Kinderwagen. Nicht so sehr zum Ausfahren. Eher zum Schläfchenhalten tagsüber. Da ist es einfach herrlich kuschelig

– Die Babywippe. Mami stellt sie meistens auf den Küchentisch und ich kann alles überblicken

– und am liebsten hab ich mein Baby-Gym. Das legt mich Mami drunter und rechts von mir baumelt ein grüner Elefant, über mir ein Löwe und dann ist da noch ein rundes Ding, da kuckt ein Gesicht raus das sieht genauso aus wie meins. Ich leibe diese bunte Truppe!

Was kann ich schon:

Lachen und Lächeln ohne Ton, ein bisschen Brabbeln und Grunzen. Meinen Kopf halte ich wie eine Große! Ich will auch schon sitzen, aber irgendwie klappt das noch nicht ganz. Meine Hände führe ich auch schon vor dem Körper zusammen.

Langsam mache ich meinen Eltern richtig Spaß! Ich bemühe mich sehr, Ihnen etwas zurückzugeben, weil sie mich wirklich gut pflegen. Lieber würde ich mich selbst versorgen, denn ich hab meinen ganz eigenen Kopf! Aber in ein paar Jahren gehts rund!!

Ey man, wo is mein Auto?

Eigentlich heißt mein Blog ja auch …plusjob. Vom Job konnte ich ja nicht mehr viel schrieben, weil ich seitdem ich den Blog begonnen habe, nicht mehr so viel am Arbeiten war.

Jetzt gibt es ein paar Neuigkeiten die ich mit euch teilen will:

Nun endete nämlich mein Mutterschutz am 16.1.15 und mit dem Tag darauf beginnt offiziell meine Elternzeit. Was man wissen muss, der Mutterschutz wird von der Elternzeit abgezogen. Das bedeutet, wenn man 12 Monate Elternzeit nimmt, beginnt die „freie Zeit“ mit der Geburt des Kindes, obwohl die ersten 8 Wochen noch Mutterschutz sind.

Rechenbeispiel anhand von Lara:

Am 17.11. geboren = Mutterschutz bis 16.1.15. 12 Monate Elternzeit, Rechnung beginnt auch mit der Geburt. Also endet die Elternzeit mit dem ersten Geburtstag des Kindes.

Anderes Thema Dienstwagen: Mein Fahrzeug konnte ich bis zum Ende des Mutterschutzes behalten und es wurde somit am Freitag abgeholt. Nun bin ich offiziell nicht mehr ganz so mobil, weil ich das Auto meines Mannes mit benutzen muss. Ich hätte es schon früher zurückgeben können, denn in den 8 Wochen bin ich ganze 0 Mal gefahren. Wäre besser gewesen, denn so habe ich es noch für zwei Monate versteuern müssen.

Nächstes Thema Elterngeld: Das Elterngeld kann mit Geburt des Kindes beantragt werden. Es gilt zur Berechnung das durchschnittliche Einkommen in den 12 Monaten vor der Geburt. Nicht dazugerechnet werden Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Prämien allerdings werden seit einem Gerichtsurteil von (ich glaube) 2014 mitgerechnet, wenn sie öfter als zwei Mal in eben diesen 12 Monaten bezahlt wurden. Das ist bei mir zum Glück so. Mein Bescheid kam, und war auch so, wie ich es mir erhofft habe. Die Berechnung ging zügig und die erste Zahlung kommt in den nächsten Tagen. Ich werde mich als nicht von Baumrinde und Flusswasser ernähren müssen. Prima!

Newborn-Shooting

Ganz schnell vor Weihnachten hat uns meine liebe Silvia von Herzmomente Fotografie nochmal besucht um unsere frische Lara zu fotografieren. Die Fotos waren vor allem auch als Weihnachtskarten gedacht, was leider nicht funktioniert hat, weil die Karten erst weit im Januar kamen. Leider! Obwohl wir uns solchen Stress gemacht haben das Shooting noch rechtzeitig hinzubekommen.

Für alle die eine talentierte Fotografin suchen: http://www.silviafotografie.de

Und hier das Ergebnis:

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Also ganz ehrlich: wir waren alle so gestresst und übermüdet. Und ich finde, das sieht man kein bisschen. Toll gemacht liebe Silvia!

7 Sätze

7 Sätze die eine frischgebackene Erstlingsmutter nicht hören will:

– Was machst du eigentlich den ganzen Tag?

– Man gewöhnt sich an alles! (Nein, man gewöhnt sich definitiv nicht an Schlafmangel)

– Und, wie ist es?

– Schläft sie schon durch? (Grrrrr)

– Wann kommt das Zweite? (Grrr Grrrr)

– Das hat man später alles vergessen, oder? (ja, sicher…)

– Na da wirst du ja jetzt wohl nicht mehr arbeiten, oder? (doch!… doch!…)

Manchmal glaube ich wirklich, dass man rückwirkend alles vergisst. Und ich ertappe mich, dass es mir schon selber so geht, obwohl unsere Lara gerade mal 8 Wochen alt ist.

Wir befinden uns nämlich gerade im 8 Wochen Wachstumsschub und ich fühle mich wie zurück an den Anfang versetzt. Ich habe schon ganz vergessen, dass es tatsächlich viel besser geworden ist als es am Anfang war. Und plötzlich sitze ich wieder Nachts um eins auf dem Sofa und schaukel mein heulendes Kind in den Schlaf. Ich selbst traue mich sie dann gar nicht wegzulegen, weil sie sofort aufwacht und wieder schreit. Sie will meine Nähe spüren. Und das ganz nah. Neben mir im Bettchen liegen ist schon zu weit weg. Und da fällt mir ein, dass ich es in den letzten Wochen doch ganz gut hatte, als sie am Anfang der Nacht 4 Stunden geschlafen hat und danach alle 3,5 Stunden kam. Jetzt, da ich wieder den Status vom Anfang habe denke ich, ich sollte doch mal die kleinen Schritte zu schätzen wissen.

Ich habe mir jetzt einen Satz gemerkt: „Akzeptiere es.“ das hilft mir dann, wenn ich nicht geschlafen habe und den ganzen Tag mit den Nerven durch bin. Mein Kind macht das nicht um mich zu ärgern. Mein Kind ist ein Schlechtschläfer. Die meisten der Babys in Ihrem Alter schaffen 5-7 Stunden in der Nacht. Davon sind wir weit entfernt. Aber weder ich noch sie haben uns diesen Weg ausgesucht. Es wird irgendwann besser… Und dann ist sie ja 18 und zieht aus… 🙂 Spaß beiseite.

Ich freue mich dennoch sehr auf die Zeit in der sie mobiler ist und mich meinetwegen tagsüber mehr auf Trapp hält. Dann, wovon alle reden, wenn von deinem Kind etwas zurückkommt. Es wird toll werden! Mein Schatz und ich erobern dann die Welt!

Mutter wird man nicht über Nacht!

aber über Wochen…

Unsere La ist nun 7,5 Wochen alt und ich habe sowas von dazugelernt. Zum Beispiel wie ich sehe wann mein Mädchen müde ist. Ich hatte mich ja anfangs immer gefragt, warum sie tagsüber kaum schläft. Und die Nächte waren ja auch so bescheiden mit wenig Schlaf Ihrer- und Unsererseits.

Nun, da ich sie besser kenne sehe ich genau wann die Äuglein schwer werden und dann wird die Maus auch hingelegt. Meistens dauert es ein oder zwei weiter Besuche von Mami mit Dutzi-wieder-rein-stecken bis sie einschläft und manchmal geht das auch nur mit gejammer, aber sie schläft. und das dann auch meist 1-2 Stunden tagsüber. Wir haben auch gelernt, dass Madame einen ruhigen Platz braucht. So schläft sie seit ein paar Tagen nicht mehr bei uns im Wohnzimmer wenn wir dort zu Gange sind, sondern wird in Ihren Kinderwagen in ein anderes Zimmer gelegt. Dann so passiert: Kind schläft tief und fest. Katze geht vorbei und miaut. Kind hellwach und am heulen… Sie ist als Geräuschempfindlich.

Und ich… wie habe ich mich verändert? Ich habe mein Baby lieben gelernt. Ich habe sie vom ersten Moment an wie Hölle geliebt, aber Ihr und mein Rhythmus waren so weit auseinander, dass wir uns beide voneinander gestört gefühlt haben. Nun ist irgendwie jeder auf den anderen zugegangen und es geht besser.

Das hat natürlich auch mit ihrer Entwicklung zu tun… Und mit meiner Einstellung. Dachte ich wirklich ich bringe ein Kind auf die Welt, welches vom ersten Tag an durchschläft und den ganzen Tag nur vor sich hin lacht und alle paar Stunden mal Hunger hat???? Lebe nach dem Rhythmus deines Babys!