Die Angst – dein bester Freund!

Ein bester Freund ist einer, der immer da ist, auch wenn du ihn gerade nicht sehen kannst. Jemand, der weiß wo deine Schwachpunkte sind und deine Stärken kennt. Einer, der dich dein ganzes Leben lang begleiten wird. Mal mehr mit dir teilt, mal weniger. Mal eine größere Rolle in deinem Leben spielt und mal eine kleinere. Aber eins ist sicher: Da sein wird er immer!

Eine Mutter hat immer Angst. Vielleicht keine Panik und jede Mutter ist schließlich auch anders. Ich jedenfalls habe als Mutter mehr Angst als ich zuvor in meinem Leben hatte.

Das geht schon in der Schwangerschaft los: Angst vor einem negativen Test, Angst vor einer Fehlgeburt in den ersten 12 Wochen, Angst vorm Organscreening, Angst vor einer Frühgeburt, Angst vor einer Geburt bei der dem Kind etwas geschieht, Angst vor einer Totgeburt.

Das sind alles keine Ängste die man wirklich deutlich spürt. (Außer es ist einem schon mal so passiert) Man denkt sicher immer, dass das nur den anderen passiert. Aber tief im Hinterkopf sitzt sie dann doch: Die Angst es könnte einem selbst auch so ergehen.

Dann ist das Baby endlich da und die Freude ist groß!

… bis man konfrontiert wird mit Stoffwechselerkrankungen, Herzfehlern, plötzlichem Kindstot, Entwicklungsverzögerungen, Unfällen usw.

Die Angst einer Mutter um ihr Kind ist immer da. Wie ein imaginärer Freund eben der dir die Hand streichelt. Diese Angst ist nämlich nicht immer böse! Sie lässt uns Mütter wachsam sein. Adleraugen auf unser Baby werfen. Immer ein Geräusch mehr wahrnehmen als da tatsächlich ist!

Im Grunde sind wir wie die Stasi und kontrollieren unsere Babys solange wir können. Jede Mama in ihrem eigenen Ausmaß, aber jede mit dem gleichen Hintergedanken: „Lieber Gott, lass mein Kind gesund erwachsen werden und ihm so wenig Leid wie nur möglich zustoßen! Und ich werde tun was ich kann um alles Böse fernzuhalten.“

Spezies: Babytyrann?

oder: wann ist es schreien-lassen?

Während meiner bisher eher kurzen Zeit als Mutter ist mir immer wieder folgender Satz bzw. Ratschlag gegeben worden: „Du musst es auch mal schreien lassen!“

Mein Baby hat in den 5 Monaten viel geschrien. Und schreit auch heute noch eher viel. Gerade im Moment haben wir wieder eine sehr anstrengende Phase: Die Zähne schießen ein, der 26. Wochen Wachstumsschub plagt und das „Fremdeln“ beginnt.

Es ist gerade so, dass ich mein Baby nicht ablegen kann. Nicht mal, wenn ich in Sichtweite bin. Sie will nur getragen werden. Ansonsten schreit sie. Vielmehr meckert sie erst und wenn sie dann nicht hochgenommen wird fängt sie an zu schreien. Es ist ein Schreien nach der Mama. Anders als das Schreien bei Hunger oder Bauchweh.

Ich persönlich kann mein Kind nicht schreien lassen. Das konnte ich von Anfang an nicht. Das Ende vom Lied war bzw ist, dass ich ein absolutes Tragekind habe. Das ist ihre Art geworden sich zu beruhigen. Und daran bin ich mit Schuld! Habe ich ihr doch von Anfang an diesen Wunsch erfüllt.

Aber ehrlich gesagt frage ich mich was daran denn schlimm sein soll? Wird mein Kind jetzt verweichlicht oder eine Heulsuse die wegen jedem Kinkerlitzchen zur Mama rennt und petzt?

Oder wird sie vielleicht selbstbewusst und bekommt eine ordentliche Portion Durchsetzungsvermögen weil ich ihr mit meiner Liebe jeden Tag bestätige: „Ja, du bist mein Baby und ich trage dich solange du es brauchst!“?

Ich verstehe diese Nazi-Erziehungsmethode sowieso nicht. Das heißt nicht, dass ich sie verurteile. Eine Mama muss tun, was sie als Mama eben tun muss. Ich weiß noch sehr gut wie extrem schlimm die ersten Wochen bei uns waren. Habe ich es doch kaum geschafft mein Kind zu beruhigen und nebenbei noch Haushalt, eigene Bedürfnisse und Partnerschaft. Und nun habe ich nur ein Kind! Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass auch eine Mama mal nicht mehr kann und dann aus dem Zimmer gehen muss und das schreiende Baby zurücklässt. Um 3 mal durchzuatmen und wieder hineinzugehen.

Ich bin der Meinung, dass es ein Baby überhaupt nicht stark und selbstständig macht wenn man es weinen lässt. Abgesehen davon würde es mir als Mutter das Herz brechen wenn sie mehr als ein paar Minuten weint und sich womöglich in den Schlaf weinen muss usw.

Ganz im Gegenteil: Ich meine, dass ein Baby dann vielleicht ruhig wird, wenn man nicht mehr kommt wenn es schreit. Aber nur deshalb, weil es aufgegeben hat und das Vertrauen zu den Eltern verloren hat.

Ich weiß, dass es Müttern in den Generationen vor mir immer wieder geraten wurde die Babys schreiben zu lassen. Da gab es schon mal den Tipp (eine wahre Geschichte meiner Nachbarin) beim Verlassen des Krankenhauses mit dem 1 Woche alten Baby, dass man die eine nächtliche Fütterung um 4:00 Uhr bloß nicht weiterführen solle. Man hat den Müttern geraten das Baby 14 Tage (!!!!) jede Nacht brüllen zu lassen. Danach schlief es durch. (natürlich nicht, es hat nur nicht mehr geschrien sondern lieber gehungert)

Heute weiß man, dass erst ab einem Alter von 6 Monaten normalerweise die nächtliche Arbeit des Darms wie bei uns Erwachsenen reduziert wird. Bei manchen Babys geht das auch früher. Bei manchen deutliche später. Jedenfalls mussten die Babys welche mit diesem Rat entlassen wurden schlichtweg alle schrecklich hungern! Was soll das?

Klar, mir passiert es auch, dass ich mal im Keller bin und Wäsche mache während mein Baby oben im Laufstall anfängt zu schreien. Und nein, ich lasse nicht den Wäschekorb fallen und stürze hoch um sie zu beruhigen. Aber ich mache meine Arbeit deutlich schneller um ihr schnell die Sicherheit zu geben es ist alles Ok. Das hat sie verdient finde ich! Schließlich ist für sie diese ganze Welt neu und sicher verängstigend und und und. Nicht für mich…

5 Monate

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La schreibt:

Hallo liebe Leser,

es ist wie soweit. Ein weiterer Monat ist vergangen und ich hab wieder so viel erlebt! So ein Babyleben ist nicht einfach, versteht ihr?

Also erst mal hat sich mein Rhythmus wieder ein bisschen verändert: Ich schlafe jetzt tagsüber 3 Schläfchen: eins Vormittag mit 30-40 Minuten, eins Mittags mit 30-40 Minuten und Nachmittags seit 3 Tagen 1,5 Stunden. Mal sehen ob es so bleibt. Mama bringt mich jetzt immer eine halbe Stunde später ins Bett, weil ich in der früh eine Stunde früher wach werde: Aufstehen ist nun um 7:30 Uhr. Oder ich werde auch mal früher wach. Manchmal schon um 6:30 Uhr. Mama sieht dann noch voll verknittert aus. 😉

Nachts werde ich noch ungefähr zweimal wach. Einmal reicht der Schnuller, aber beim zweiten Mal hab ich Hunger. Ich trinke dann aber nicht mehr so viel. Meistens 80 ml.

Mit dem Breiessen mache ich mich ganz gut sagt die Mami. Mittags gibts sogar schon Fleisch. Also Karotte, Kartoffel und Fleisch. Papa kocht das alles für mich. Er ist ein Superkoch! Ich esse davon ca 140 g.

Abends gibt es lecker Milchbrei mit Obst. Davon hab ich die letzten beiden Tage sogar über 200 g gegessen. Dafür fällt die Flasche um 19:00 Uhr flach. Mama füttert mich seit zwei Tagen bevor sie selbst ins Bett geht.

Was kann ich denn schon: Mit aller Gewalt versuche ich mir den Schnuller selber wieder reinzustecken. Manchmal kann ich es schon, aber manchmal saug ich wie wild auf der falschen Seite. Naja.

Ausserdem ziehe ich mir die Socken aus. Meine Füße hab ich jetzt endlich richtig entdeckt. Wenn ich nackig bin lasse ich sie nicht mehr los!

Gestern hat auch der erste Babykurs begonnen. Wir gehen jetzt Freitags zum Pekip. Alle Babys sind nackig und kugeln irgendwie auf dem Boden rum. Und wisst ihr was: Ich bin bisher das einzige Mädchen! Muss ich mich schämen vor den Jungs? Aber nächste Woche kommen Zwillinge dazu. Das sind auch zwei Mädels. Super!

Dann hab ich diese Woche noch eine ganz dumme Erfahrung gemacht: Mein Mund brennt wie Feuer und alles drückt wie verrückt! Manchmal muss ich ganz arg weinen weil alles weh tut! Ausserdem hab ich auch noch einen wunden Popo, Ausschlag im Gesicht und Durchfall bekommen. Oma meint das wären die Zähne. Was bitte sind denn Zähne? Das braucht doch kein Mensch! Mami hat mir Schnuller mit Wasser gefüllt und eingefrohren. Und manchmal bekomme ich so Gel in den Mund. Dann gehts wieder. Es ist noch keiner von diesen Zähnen durch und wenn das erst der Anfang ist… na dann Prost-Mahlzeit!!

Macht euch einen schönen Monat!

Eure La

plus job

was macht eigentlich die berufliche Entwicklung?

Es gibt Neuigkeiten.

Mein Baby ist erst 4,5 Monate und zum jetzigen Zeitpunkt könnte ich mir auf keinen Fall vorstellen schon wieder zu arbeiten.

Das mag sicher auch an den Nächten liegen. Wir stehen noch immer 2 Mal auf. Aber es ist erträglicher geworden. Trotzdem, wenn ich morgens pünktlich um 9 beim ersten Termin sein müsste wäre ich sicher nach kurzer Zeit ziemlich im A…

Jedenfalls kam ich nicht umhin mich zeitig um die Zeit nach dem ersten Jahr zu kümmern.

Bis Ende Juni muss ich mich schließlich mit der Personalabteilung geeinigt haben wie es danach weitergehen soll.

Aus diesem Grund habe ich meine liebe Chefin zu mir eingeladen um rechtzeitig meine Wünsche zu äußern und Ihre zu berücksichtigen.

Ich hoffe sehr, dass alles so klappt wie wir es uns vorstellen. Denn ich liebe meine Arbeit und freue mich auch schon sehr wieder zu arbeiten.

Aber ich liebe auch mein Kind…

Sobald etwas handfestes daraus geworden ist werde ich berichten.

Babybefummeling

Es gibt zwei verschiedene Arten von Müttern: Die, die es strikt ablehnen, dass Fremde oder vielleicht auch nicht Fremde Ihre Rübe über das Maxi cosi halten oder ihr Baby herumzerren. Und die, die es lockerer sehen, aber trotzdem den gewissen Abstand wahren möchten.

Ich zähle mich zu Nummer Zwei. Ich habe zum Beispiel gar kein Problem wenn Oma, Opa, Bruder, Tante… mein Baby auf den Arm nehmen und bespaßen. Ausser bei Schnupfennasen usw.

Aber auch ich musste mich jetzt etwas besser Abgrenzen. In den vergangenen Wochen gab es zunehmend Vorfälle die mich zum Nachdenken anregten.

Als ich zum Beispiel mit Mann und Kind beim Wocheneinkauf in einem bekannten Discounter war und mich über die Schulter eine krächzige Stimme ansprach: „Oh, defad ma da amol neischaua? Des is jo wos so scheins, so a Bebi!“

Und schon hing die Birne einer älteren Dame mit dickem roten Lippenstift und ansonsten großer Ähnlichkeit mit meiner Vorstellung von der Hexe von Hänsel und Gretel über meinem Kind! Es war also noch nicht einmal eine Frage!

Mein Baby ist nicht erschrocken, dafür ich! Wahrscheinlich kennt sie einfach noch nicht das Märchen von Hänsel und Gretel.

Und dann war da noch der Vorfall oder besser Unfall neulich in einem anderen Supermarkt. An der Kasse stand ein älteres Pärchen hinter mir. Ich hab sie gar nicht richtig angesehen. Standen ja auch hinter mir… Plötzlich eine Stimme: „Mei is des sias. Def ma amol hilanga?“ Und schon waren die Flossen drin im Maxi Cosi. Noch bevor ich ja oder nein sagen konnte.

Ich dachte erst:“Naja, was soll schon sein?“ Und plötzlich fängt der alte Herr an, in genau diese Hand zu Husten. Oder war es doch eher das Bellen eines todkranken??

Mal ehrlich: was soll das?? Was ist es, was alte Leute so anziehend finden an Babys, dass sie fremder Leute Kinder begrabschen müssen? Ist es die eigene Nähe zum Tot? Das muss es sein! Das vernebelt anscheinend ganz schön! Ich gehe doch auch nicht auf diese Leute zu und sag etwas wie:“Darf ich mal ihr weißes Haar streicheln?“ oder „Kann ich Ihre tollen Falten zählen?“

Im Auto auf dem Weg nach Hause habe ich mich fürchterlich über mich selbst geärgert. Warum zum Teufel bin ich zu gut erzogen um fremden Leuten meine Meinung zu sagen? (Familienmitgliedern kann ich das ganz gut sagen… Stimmts Mama? ;-))

Ab sofort entscheide ich wer mein Baby anfässt! Solange bis sie sich selbst wehren kann.

Vom Flaschenverweigerer zum Breigesicht

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Vorsicht dreckig! 😉

Seit dem 27.03. gibt es bei uns Beikost! Mit der Beikost sollte man nicht vor dem vollendeten 4. Monat und nicht nach dem vollendeten 6. Monat beginnen. Es heißt Bei-Kost, weil Milch auch weiterhin noch der größte Bestandteil der Nahrung sein sollte.

Ich persönlich hätte gerne noch ein paar Wochen mit der Einführung gewartet. Wirkliche Vorteile gegenüber der Milchnahrung hat sie nämlich erst mal nicht. Eher Nachteile.

So kann es sein, dass das Baby etwas nicht verträgt und an Hautausschlägen oder Blähungen leidet. Ausserdem fängt man meist mit einer Gemüsesorte mittags an und die hat weniger Nährwert als die Milch, was bedeutet, dass man unter Umständen früher wieder füttern muss. Auch das die Kleinen nach dem Abendbrei besser schlafen lässt sich nicht bestätigen.

Wir sind aber trotzdem fast mit Vollgas gestartet, denn unsere Maus schreit immer noch bei jeder Flasche. Wir tippen auf Blähungen die während des Trinkens entstehen. Nachts hat sie das übrigens nicht. Wir trinken im Moment zweimal Nachts. Einmal um 0:00 Uhr und einmal um 5:30 Uhr. Beides Zeiten zu denen ich gerne schlafen würde. Aber nun gut.

Zum Start haben wir uns einen Freitag ausgesucht. Es sollte ein Tag sein an dem man nicht im Stress ist. Das Baby sollte nicht die besten Sonntagsklamotten anhaben und man selbst am besten gar nichts. Scherz bei Seite. Es wird ganz schön dreckig. Die Kleinen müssen nämlich erst lernen den Brei nach hinten zu transportieren und nicht wieder Vorne raus. Ausserdem haben sie während des Fütterns ständig die Hände im Mund und oft wollen sie den Löffel auch noch selbst halten. Und Karotte ist jetzt nicht sehr farbneutral!

Die Kleine La darf auch nicht zu hungrig sein, sonst dauert ihr das mit dem Brei zu lange. Wir haben am selben Tag mit wenigen Löffeln Karotte am Mittag und einer 1/4 Portion Milchbrei am Abend angefangen. Beides kam ganz gut an und somit konnten wir bis dato auf 100 g Karotte und 1/2 Portion Abendbrei steigern.

Ab Freitag kann dann Mittags eine weitere Zutat dazukommen. Meistens nimmt man Kartoffel zur besseren Sättigung. Und in der Woche drauf wäre sie dann bereit für Fleisch.

Das A und O ist, dass man sich nicht stresst. Wenn das Baby nicht isst wird verschoben und wann anders wieder probiert.

Guten Appetit!