Das eigene Baby ist immer das beste und schönste Baby!

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Du bist uns passiert,

Du hast es gewollt.

Du gehörst hier hin,

als wärest du nie nicht gewesen.

Du machst uns komplett,

du gibst allem einen Sinn.

Du bist das beste Baby der Welt!

Du hast da was im Kreuz

oder: die 5:11 Uhr-Party im Elternbett

Wie alle fleißigen Mitleser bisher Wissen ist unsere Lara keine gute viele-Stunden-am-Stück-Schläferin. Gesamt schläft sie auf den Tag gerechnet gar nicht mal so wenig: 3 Stunden am Tag und 12-13 in der Nacht. Nur halt eben nicht am Stück. Sondern mit mehr oder weniger vielen Unterbrechungen.

Jeder sagt: „irgendwann wird es besser!“ Das glaube ich auch. Nur denke ich nicht mehr darüber nach wann das sein wird. Jedenfalls im Moment nicht.

Wenn die kleine Maus nachts wach wird versuchen wir es erst einmal mit dem Schnuller. Das klappt auch ganz oft. Manchmal auch nicht, dann gibt’s ein kleines Fläschchen. Und wenn der Zeitpunkt dann gar etwas ungünstig, etwa so gegen 5 Uhr oder 6 Uhr ist, dann kann es sein, dass Madame denkt es wäre schön Zeit zum aufstehen. Dann dauert das wieder einschlafen meist etwas länger. Oft klappt es dann bei der Mama im Arm. Nur doof, dass die dabei sitzen muss und sich nicht hinlegen darf.

Wenn man die Maus dann zurück ins Bett legt und es sich weiter wie verrückt gewälzt wird und gedreht wird, dann hilft nur eins: unter Mamas Decke!

So geschehen heute Morgen um 5:11 Uhr. Also hab ich das Baby zu mir rübergelegt. An meine Seite unter meine Decke. Es wurde noch schön weitergestrampelt und die Hände haben mal in Mamis Haare oder Gesicht gefasst. Oder die Bettdecke wurde intensiv befummelt. Das kann ganz schön laut sein – so nachts um halb 6!

Letztendlich hat sich Lara auf die Seite gedreht, die Händchen nach mir ausgesteckt und ihre Füße schön in mein Kreuz getreten. Und dann ist sie eingeschlafen… Und ich hab es genossen! Es ist zwar reichlich unbequem, aber dafür unbeschreiblich wohlig und warm das eigene Kind mit im Bett zu haben. Den Atem zu hören und zu fühlen und den Babygeruch der einzigartig nur von deinem Baby verströmt wird.

Es ist einfach toll so gemütlich aneinandergekuschelt zu liegen. Und dann schläft auch die Mami nochmal ein und genießt die Nähe zu ihrem Kind.

Plus Job

Es gibt Neuigkeiten im Bereich Job. Leider nicht so familienfreundliche Neuigkeiten wie ich gehofft hatte.

Ich hatte mich frühzeitig an meine Chefin gewandt mit der Hoffnung eine gute Lösung für uns alle zu finden. Mein Vorschlag war, dass ich ab November nach einem Jahr Elternzeit wieder anfange zu arbeiten. Und zwar für weitere 12 Monate in Teilzeit. Danach wäre ich wieder in Vollzeit ganz normal zurück in den Job.

Meine Firma kann mir leider keinen Teilzeitarbeitsplatz anbieten. Aus firmenpolitischen Gründen. So heißt es immer. Tatsache ist aber, dass es mir in meinen bisherigen Firmen noch nirgends familienfreundlich entgegenwehte. Mit Baby ist man in der Geschäftswelt einfach unsexy!

Die ganz Großen in den Firmen denken einfach an die evtl. Kranktage wenn die Mama daheimbleiben muss weil das Kind krank ist. Oder an die Zusatzdienste die nicht mehr so gerne übernommen werden, weil die Mama auch ihr Kind mal sehen will.

Moderne Unternehmen in anderen Ländern denken da ganz anders. Sie haben erkannt, dass kaum ein Mitarbeiter organisatorisch so perfekt ist wie eine Mama von kleinen Kindern. Ganz zu schweigen von der Motivation die hier so einer Mami steht weil sie endlich auch mal wieder raus will aus dem Mama-Haushalt-Ding.

Jedenfalls haben wir uns aus diesem Grund entschieden meine Elternzeit aus 1,5 Jahre auszudehnen und danach wieder vollzieht einzusteigen.

Es bleibt spannend.

6 Monate

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La schreibt:

Wir sind einen Tag zu spät! Einen Tag zu spät um euch mitzuteilen, dass ich jetzt offiziell ein alter Hase bin! Meine Mama hat mir gestern so nebenbei eröffnet, dass ich nun schon ein halbes Jahr alt bin! Oh mein Gott! Voll der alte Gaul! Tja… Ich kann nix dagegen tun, aber an jedem Tag der vergeht werde ich größer und beweglicher.

Wobei ich das mit dem bewegen nicht so genau nehme. Ich habe ganz tolle Techniken entwickelt um alles in meiner Umgebung sehen zu können und das ohne mich auf den Bauch drehen zu müssen. Ich verstehe gar nicht wieso alle immer sagen ich müsste das jetzt machen oder können! Wenn ich doch nicht will… Meine Mama hat gesagt das wir am Mittwoch irgendwas mit U 5 machen müssen. Was auch immer das ist, aber sie spricht davon was wohl die Ärztin sagt. Was soll sie schon sagen… Und wenn sie was sagt werde ich sie in Grund und Boden plappern. Das kann ich nämlich ausgezeichnet gut! Wenn ich gut drauf bin singe ich den ganzen Tag vor mich hin und ziehe Luft ein oder Puste sie aus.

Und im Greifen bin ich absolute Spezialistin geworden. Ich fange sogar Mamas Haare wenn sie nach der Dusche über mir gebeugt irgendwas faselt.

Wenn ich auf dem Bauch liege versuche ich den Popo anzuheben und die Knie drunterzuschieben. Aber das geht eher schlecht als recht. Trotzdem komm ich fast überall hin wo ich will. Ich kann mich ganz schön strecken und um die eigene Achse drehen.

Falls ihr euch fragt: Zähne hab ich noch keine. Obwohl ich schon ganz arge Schmerzen hatte und mein Zahnfleisch manchmal ganz schön juckt. Dann bin ich den ganzen Tag schlecht drauf. Zum Glück hab ich eine Mami die mich dann immer rumträgt. Das lenkt mich ab.

Vom Durchschlafen halte ich im übrigen immer noch nichts. Ich werde nach wie vor 4-6 mal wach. Aber nur um 3:00 werde ich gefüttert.

Apropos füttern…. Ich haue rein wie ein Scheunendrescher! Seit letzter Woche verweigere ich auch noch die Nachmittagsmilch. Seitdem gibt’s lecker Obst-Getreidebrei! Wenn ich das vorher gewusst hätte hätte ich längst verweigert!

Übrigens gibt es einen Grund weshalb ich jetzt erst schreibe: gestern wurde ich getauft!

Es war das erste Fest nur für mich und es war wirklich ganz toll! Alle haben mich geknuddelt und waren aus irgendeinem Grund stolz auf mich. Was auch immer das bedeuten soll.

So Leute, ich muss ins Bett. Bisschen schlafen bevor ich um 24 Uhr wieder Mama wecke. 😉

Mein erster Muttertag

Der Muttertag war im letzten Jahr für mich noch etwas ganz anderes als er dieses Jahr ist.

Klar, jetzt bin ich selbst Mutter und irgendwie kann ich mir jetzt auch selbst danken. Aber was mich wirklich traurig macht ist, das man die „Arbeit“ der eigenen Mutter erst richtig zu schätzen weiß wenn man selbst eine ist.

Vielleicht liegt es auch daran, dass mein Mäuschen ein nicht ganz unkompliziertes Baby ist. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass man jetzt erst weiß, was eine Mutter in Wirklichkeit alles aufgibt für ihr Kind.

Jede Menge Freiheiten! Jede Menge!! Zeit, so viel Zeit die man vorher zur eigenen Verfügung hatte. Manchmal auch die Karriere. Auch Freundschaften und Kontakte. Geld. Ja, ein Kind kostet viel Geld. Kraft – es gibt viele Momente mit Kind die einem Kraft kosten. Hobbies, Konsumgüter, Spontanität…

Aber: die Mama tut es gerne! Mehr noch: Nach kurzer Zeit fühlt sie sich sogar so, als wäre es nie anders gewesen. Es fühlt sich richtig an sich vollkommen aufzugeben für das Baby. Man weiß auch, dass es ja nicht immer so bleiben wird. Das Baby wird ein Kind. Das Kind ein Jugendlicher und der Jugendliche ein Erwachsener. Und jeder dieser Schritte bewegt sich wieder mehr in Richtung Eigenständigkeit der Mutter.

Das birgt aber auch Gefahren. Nämlich, dass es einem sicher höllisch wehtun kann wenn man merkt, dass das eigene Kind einen mit jedem Schritt weniger braucht. Ich denke es ist ein fließender Übergang an dem jede Mama irgendwann arbeiten muss.

Meine Mama hat jedenfalls viel von sich selbst aufgegeben um für uns da zu sein. Soviel ist sicher!

Liebe Mama, vielen Dank! Du bist Klasse!

Und all ihr Mamis da draußen: Ihr macht einen klasse Job!!

Pauschal ist gut – individuell ist besser!

Man kann einfach für fast alles im Leben Pauschalitäten angeben. Sogar für Babys. Oder erst recht für Babys.

In den vergangenen Monaten habe ich nämlich festgestellt, dass es vor allem pauschale Angaben für die interessantesten Themen rund ums Baby gibt. Wahrscheinlich gerade weil viele Mütter oder Väter vor allem in diesem Bezug wissen wollen ob ihr Baby im Durchschnitt liegt oder drunter oder drüber.

Für manche Themen ist das ja auch ziemlich sinnvoll. Wie Gewicht oder Größe oder Wachstumsrate oder oder.

Bei anderen Themen ist es ja vielleicht nett zu hören was pauschal zu diesem Thema gesagt wird, aber hier gilt dann eher der Grundsatz: „Jedes Baby ist anders!“

Nehmen wir zum Beispiel das Thema Ernährung. Mit so viel Mühe haben die Hersteller errechnet wieviel ein Baby in welchem Alter pauschal trinken kann/soll. Und andersherum sagen sie aber dann das ein Baby mit der Pre-Nahrung niemals überernährt werden kann.

In unserem Fall „sollte“ lt Hersteller unsere Lara schon seit dem 3. Monat pro Flasche ca 160-200 ml pro Mahlzeit trinken. Tatsächlich trinkt sie aber 80-120 ml. Also weit unter Durchschnitt. Und normalerweise Beginnt man die Beikost nur Mittags weil im Durchschnitt die Babys etwas brauchen um sich an den Löffel zu gewöhnen. Unsere Lara isst seit sie 4,5 Monate ist mittags und abends ihren Brei. Den am Abend sogar noch lieber.

Pauschal fangen Babys an sich mit dem 5. Monat zu drehen. Unsere Maus liegt immer noch da wie im Wellnessurlaub. Dafür zieht sie sich schon die Socken aus. Das wiederum machen die Babys eigentlich erst im Anschluss ans Drehen.

Im Durchschnitt schlafen Babys mit 6 Monaten mal 6 Stunden am Stück. (Gut für die Eltern wenn dies Nachts ist) Wir wiederum kommen über die 4 Stunden nicht hinaus. Meist sind es eher 1,5-3 Stunden am Stück.

Uns Menschen ist es wohl angeboren, dass wir vieles prüfen wollen und uns Deutschen vielleicht in die Wiege gelegt, dass wir im Durchschnitt liegen wollen.

Gut, dass es unsere Babys gibt die diesem Wahnsinn ein Ende setzen. Frei nach dem Motto: „Normal ist was mir gefällt!“

gezeichnet, eine Mutter die sich nach pauschalen 6 Stunden Schlaf sehnt. 😉