1,2,3 welche Mutter willst du sein?

IMG_9781

Ein Familienwochenende! Wie schön! Das Osterfest. Ein Fest das uns sagen soll, dass es immer für uns weitergehen wird. „Alles wird gut“ und so…
Und genau die Feste, die mich immer ins Zweifeln bringen. Es wird über andere Babys und deren Eltern gesprochen. Es ist überall einfacher als es bei uns war oder ist.
Die Babys schreien seltener als es Lara tat. Schlafen besser als es bei Lara war. Die Kinder sind weniger krank als Lara krank ist. Die Eltern entspannter als ich jemals war.
Und ich vermute auch, als ich es jemals sein werde.
Erwachsene Menschen erzählen mir, dass ich es mir selbst so schwer mache. Selber schuld. Der Weg den du gewählt hast bedeutet Selbstaufgabe und dein Kind wird verzogen und tanzt dir auf der Nase rum.
Ich möchte sagen: „ich habt ja recht!“ Ich neige schon meinen Kopf und mein Blick fällt in meinen Schoß.
Und dann sage ich: „…..“ nichts. Denn Diskussionen würden gar nichts bringen.

Ich könnte gar nicht anders als Lara auf den Arm zu nehmen wenn sie sagt:“Mama jumtragen.“ Ich kann nicht anders als mitten in der Nacht Bücher zu lesen wenn sie vom husten aufgewacht ist und ich kann auch nicht in Ruhe weiter meinen Kaffee trinken wenn sie mir an der Hand zerrt und sagt:“Mama komm! Du auch malen!“
Es fühlt sich einfach für mich logischer an als alles andere was ich versucht habe.
Ja, ich möchte auch in Ruhe Kaffee trinken. Oder fertig essen. Oder nachts durchschlafen. Oder keine zementschweren Arm am Abend haben.

Aber andere Optionen wie „hart bleiben“ „ignorieren“ „bocken lassen“ sind einfach keine Möglichkeit für mich mit dem Muttersein zu dealen.
Ich wünsche mir wirklich von ganzem Herzen, dass meine Rechnung aufgeht und all die „du wirst schon sehen was du davon hast!“ dadurch verstummen.
Frohe Ostern 🐣