6 Monate

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La schreibt:

Wir sind einen Tag zu spät! Einen Tag zu spät um euch mitzuteilen, dass ich jetzt offiziell ein alter Hase bin! Meine Mama hat mir gestern so nebenbei eröffnet, dass ich nun schon ein halbes Jahr alt bin! Oh mein Gott! Voll der alte Gaul! Tja… Ich kann nix dagegen tun, aber an jedem Tag der vergeht werde ich größer und beweglicher.

Wobei ich das mit dem bewegen nicht so genau nehme. Ich habe ganz tolle Techniken entwickelt um alles in meiner Umgebung sehen zu können und das ohne mich auf den Bauch drehen zu müssen. Ich verstehe gar nicht wieso alle immer sagen ich müsste das jetzt machen oder können! Wenn ich doch nicht will… Meine Mama hat gesagt das wir am Mittwoch irgendwas mit U 5 machen müssen. Was auch immer das ist, aber sie spricht davon was wohl die Ärztin sagt. Was soll sie schon sagen… Und wenn sie was sagt werde ich sie in Grund und Boden plappern. Das kann ich nämlich ausgezeichnet gut! Wenn ich gut drauf bin singe ich den ganzen Tag vor mich hin und ziehe Luft ein oder Puste sie aus.

Und im Greifen bin ich absolute Spezialistin geworden. Ich fange sogar Mamas Haare wenn sie nach der Dusche über mir gebeugt irgendwas faselt.

Wenn ich auf dem Bauch liege versuche ich den Popo anzuheben und die Knie drunterzuschieben. Aber das geht eher schlecht als recht. Trotzdem komm ich fast überall hin wo ich will. Ich kann mich ganz schön strecken und um die eigene Achse drehen.

Falls ihr euch fragt: Zähne hab ich noch keine. Obwohl ich schon ganz arge Schmerzen hatte und mein Zahnfleisch manchmal ganz schön juckt. Dann bin ich den ganzen Tag schlecht drauf. Zum Glück hab ich eine Mami die mich dann immer rumträgt. Das lenkt mich ab.

Vom Durchschlafen halte ich im übrigen immer noch nichts. Ich werde nach wie vor 4-6 mal wach. Aber nur um 3:00 werde ich gefüttert.

Apropos füttern…. Ich haue rein wie ein Scheunendrescher! Seit letzter Woche verweigere ich auch noch die Nachmittagsmilch. Seitdem gibt’s lecker Obst-Getreidebrei! Wenn ich das vorher gewusst hätte hätte ich längst verweigert!

Übrigens gibt es einen Grund weshalb ich jetzt erst schreibe: gestern wurde ich getauft!

Es war das erste Fest nur für mich und es war wirklich ganz toll! Alle haben mich geknuddelt und waren aus irgendeinem Grund stolz auf mich. Was auch immer das bedeuten soll.

So Leute, ich muss ins Bett. Bisschen schlafen bevor ich um 24 Uhr wieder Mama wecke. 😉

Mein erster Muttertag

Der Muttertag war im letzten Jahr für mich noch etwas ganz anderes als er dieses Jahr ist.

Klar, jetzt bin ich selbst Mutter und irgendwie kann ich mir jetzt auch selbst danken. Aber was mich wirklich traurig macht ist, das man die „Arbeit“ der eigenen Mutter erst richtig zu schätzen weiß wenn man selbst eine ist.

Vielleicht liegt es auch daran, dass mein Mäuschen ein nicht ganz unkompliziertes Baby ist. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass man jetzt erst weiß, was eine Mutter in Wirklichkeit alles aufgibt für ihr Kind.

Jede Menge Freiheiten! Jede Menge!! Zeit, so viel Zeit die man vorher zur eigenen Verfügung hatte. Manchmal auch die Karriere. Auch Freundschaften und Kontakte. Geld. Ja, ein Kind kostet viel Geld. Kraft – es gibt viele Momente mit Kind die einem Kraft kosten. Hobbies, Konsumgüter, Spontanität…

Aber: die Mama tut es gerne! Mehr noch: Nach kurzer Zeit fühlt sie sich sogar so, als wäre es nie anders gewesen. Es fühlt sich richtig an sich vollkommen aufzugeben für das Baby. Man weiß auch, dass es ja nicht immer so bleiben wird. Das Baby wird ein Kind. Das Kind ein Jugendlicher und der Jugendliche ein Erwachsener. Und jeder dieser Schritte bewegt sich wieder mehr in Richtung Eigenständigkeit der Mutter.

Das birgt aber auch Gefahren. Nämlich, dass es einem sicher höllisch wehtun kann wenn man merkt, dass das eigene Kind einen mit jedem Schritt weniger braucht. Ich denke es ist ein fließender Übergang an dem jede Mama irgendwann arbeiten muss.

Meine Mama hat jedenfalls viel von sich selbst aufgegeben um für uns da zu sein. Soviel ist sicher!

Liebe Mama, vielen Dank! Du bist Klasse!

Und all ihr Mamis da draußen: Ihr macht einen klasse Job!!

Pauschal ist gut – individuell ist besser!

Man kann einfach für fast alles im Leben Pauschalitäten angeben. Sogar für Babys. Oder erst recht für Babys.

In den vergangenen Monaten habe ich nämlich festgestellt, dass es vor allem pauschale Angaben für die interessantesten Themen rund ums Baby gibt. Wahrscheinlich gerade weil viele Mütter oder Väter vor allem in diesem Bezug wissen wollen ob ihr Baby im Durchschnitt liegt oder drunter oder drüber.

Für manche Themen ist das ja auch ziemlich sinnvoll. Wie Gewicht oder Größe oder Wachstumsrate oder oder.

Bei anderen Themen ist es ja vielleicht nett zu hören was pauschal zu diesem Thema gesagt wird, aber hier gilt dann eher der Grundsatz: „Jedes Baby ist anders!“

Nehmen wir zum Beispiel das Thema Ernährung. Mit so viel Mühe haben die Hersteller errechnet wieviel ein Baby in welchem Alter pauschal trinken kann/soll. Und andersherum sagen sie aber dann das ein Baby mit der Pre-Nahrung niemals überernährt werden kann.

In unserem Fall „sollte“ lt Hersteller unsere Lara schon seit dem 3. Monat pro Flasche ca 160-200 ml pro Mahlzeit trinken. Tatsächlich trinkt sie aber 80-120 ml. Also weit unter Durchschnitt. Und normalerweise Beginnt man die Beikost nur Mittags weil im Durchschnitt die Babys etwas brauchen um sich an den Löffel zu gewöhnen. Unsere Lara isst seit sie 4,5 Monate ist mittags und abends ihren Brei. Den am Abend sogar noch lieber.

Pauschal fangen Babys an sich mit dem 5. Monat zu drehen. Unsere Maus liegt immer noch da wie im Wellnessurlaub. Dafür zieht sie sich schon die Socken aus. Das wiederum machen die Babys eigentlich erst im Anschluss ans Drehen.

Im Durchschnitt schlafen Babys mit 6 Monaten mal 6 Stunden am Stück. (Gut für die Eltern wenn dies Nachts ist) Wir wiederum kommen über die 4 Stunden nicht hinaus. Meist sind es eher 1,5-3 Stunden am Stück.

Uns Menschen ist es wohl angeboren, dass wir vieles prüfen wollen und uns Deutschen vielleicht in die Wiege gelegt, dass wir im Durchschnitt liegen wollen.

Gut, dass es unsere Babys gibt die diesem Wahnsinn ein Ende setzen. Frei nach dem Motto: „Normal ist was mir gefällt!“

gezeichnet, eine Mutter die sich nach pauschalen 6 Stunden Schlaf sehnt. 😉

Die Angst – dein bester Freund!

Ein bester Freund ist einer, der immer da ist, auch wenn du ihn gerade nicht sehen kannst. Jemand, der weiß wo deine Schwachpunkte sind und deine Stärken kennt. Einer, der dich dein ganzes Leben lang begleiten wird. Mal mehr mit dir teilt, mal weniger. Mal eine größere Rolle in deinem Leben spielt und mal eine kleinere. Aber eins ist sicher: Da sein wird er immer!

Eine Mutter hat immer Angst. Vielleicht keine Panik und jede Mutter ist schließlich auch anders. Ich jedenfalls habe als Mutter mehr Angst als ich zuvor in meinem Leben hatte.

Das geht schon in der Schwangerschaft los: Angst vor einem negativen Test, Angst vor einer Fehlgeburt in den ersten 12 Wochen, Angst vorm Organscreening, Angst vor einer Frühgeburt, Angst vor einer Geburt bei der dem Kind etwas geschieht, Angst vor einer Totgeburt.

Das sind alles keine Ängste die man wirklich deutlich spürt. (Außer es ist einem schon mal so passiert) Man denkt sicher immer, dass das nur den anderen passiert. Aber tief im Hinterkopf sitzt sie dann doch: Die Angst es könnte einem selbst auch so ergehen.

Dann ist das Baby endlich da und die Freude ist groß!

… bis man konfrontiert wird mit Stoffwechselerkrankungen, Herzfehlern, plötzlichem Kindstot, Entwicklungsverzögerungen, Unfällen usw.

Die Angst einer Mutter um ihr Kind ist immer da. Wie ein imaginärer Freund eben der dir die Hand streichelt. Diese Angst ist nämlich nicht immer böse! Sie lässt uns Mütter wachsam sein. Adleraugen auf unser Baby werfen. Immer ein Geräusch mehr wahrnehmen als da tatsächlich ist!

Im Grunde sind wir wie die Stasi und kontrollieren unsere Babys solange wir können. Jede Mama in ihrem eigenen Ausmaß, aber jede mit dem gleichen Hintergedanken: „Lieber Gott, lass mein Kind gesund erwachsen werden und ihm so wenig Leid wie nur möglich zustoßen! Und ich werde tun was ich kann um alles Böse fernzuhalten.“

Spezies: Babytyrann?

oder: wann ist es schreien-lassen?

Während meiner bisher eher kurzen Zeit als Mutter ist mir immer wieder folgender Satz bzw. Ratschlag gegeben worden: „Du musst es auch mal schreien lassen!“

Mein Baby hat in den 5 Monaten viel geschrien. Und schreit auch heute noch eher viel. Gerade im Moment haben wir wieder eine sehr anstrengende Phase: Die Zähne schießen ein, der 26. Wochen Wachstumsschub plagt und das „Fremdeln“ beginnt.

Es ist gerade so, dass ich mein Baby nicht ablegen kann. Nicht mal, wenn ich in Sichtweite bin. Sie will nur getragen werden. Ansonsten schreit sie. Vielmehr meckert sie erst und wenn sie dann nicht hochgenommen wird fängt sie an zu schreien. Es ist ein Schreien nach der Mama. Anders als das Schreien bei Hunger oder Bauchweh.

Ich persönlich kann mein Kind nicht schreien lassen. Das konnte ich von Anfang an nicht. Das Ende vom Lied war bzw ist, dass ich ein absolutes Tragekind habe. Das ist ihre Art geworden sich zu beruhigen. Und daran bin ich mit Schuld! Habe ich ihr doch von Anfang an diesen Wunsch erfüllt.

Aber ehrlich gesagt frage ich mich was daran denn schlimm sein soll? Wird mein Kind jetzt verweichlicht oder eine Heulsuse die wegen jedem Kinkerlitzchen zur Mama rennt und petzt?

Oder wird sie vielleicht selbstbewusst und bekommt eine ordentliche Portion Durchsetzungsvermögen weil ich ihr mit meiner Liebe jeden Tag bestätige: „Ja, du bist mein Baby und ich trage dich solange du es brauchst!“?

Ich verstehe diese Nazi-Erziehungsmethode sowieso nicht. Das heißt nicht, dass ich sie verurteile. Eine Mama muss tun, was sie als Mama eben tun muss. Ich weiß noch sehr gut wie extrem schlimm die ersten Wochen bei uns waren. Habe ich es doch kaum geschafft mein Kind zu beruhigen und nebenbei noch Haushalt, eigene Bedürfnisse und Partnerschaft. Und nun habe ich nur ein Kind! Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass auch eine Mama mal nicht mehr kann und dann aus dem Zimmer gehen muss und das schreiende Baby zurücklässt. Um 3 mal durchzuatmen und wieder hineinzugehen.

Ich bin der Meinung, dass es ein Baby überhaupt nicht stark und selbstständig macht wenn man es weinen lässt. Abgesehen davon würde es mir als Mutter das Herz brechen wenn sie mehr als ein paar Minuten weint und sich womöglich in den Schlaf weinen muss usw.

Ganz im Gegenteil: Ich meine, dass ein Baby dann vielleicht ruhig wird, wenn man nicht mehr kommt wenn es schreit. Aber nur deshalb, weil es aufgegeben hat und das Vertrauen zu den Eltern verloren hat.

Ich weiß, dass es Müttern in den Generationen vor mir immer wieder geraten wurde die Babys schreiben zu lassen. Da gab es schon mal den Tipp (eine wahre Geschichte meiner Nachbarin) beim Verlassen des Krankenhauses mit dem 1 Woche alten Baby, dass man die eine nächtliche Fütterung um 4:00 Uhr bloß nicht weiterführen solle. Man hat den Müttern geraten das Baby 14 Tage (!!!!) jede Nacht brüllen zu lassen. Danach schlief es durch. (natürlich nicht, es hat nur nicht mehr geschrien sondern lieber gehungert)

Heute weiß man, dass erst ab einem Alter von 6 Monaten normalerweise die nächtliche Arbeit des Darms wie bei uns Erwachsenen reduziert wird. Bei manchen Babys geht das auch früher. Bei manchen deutliche später. Jedenfalls mussten die Babys welche mit diesem Rat entlassen wurden schlichtweg alle schrecklich hungern! Was soll das?

Klar, mir passiert es auch, dass ich mal im Keller bin und Wäsche mache während mein Baby oben im Laufstall anfängt zu schreien. Und nein, ich lasse nicht den Wäschekorb fallen und stürze hoch um sie zu beruhigen. Aber ich mache meine Arbeit deutlich schneller um ihr schnell die Sicherheit zu geben es ist alles Ok. Das hat sie verdient finde ich! Schließlich ist für sie diese ganze Welt neu und sicher verängstigend und und und. Nicht für mich…

5 Monate

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La schreibt:

Hallo liebe Leser,

es ist wie soweit. Ein weiterer Monat ist vergangen und ich hab wieder so viel erlebt! So ein Babyleben ist nicht einfach, versteht ihr?

Also erst mal hat sich mein Rhythmus wieder ein bisschen verändert: Ich schlafe jetzt tagsüber 3 Schläfchen: eins Vormittag mit 30-40 Minuten, eins Mittags mit 30-40 Minuten und Nachmittags seit 3 Tagen 1,5 Stunden. Mal sehen ob es so bleibt. Mama bringt mich jetzt immer eine halbe Stunde später ins Bett, weil ich in der früh eine Stunde früher wach werde: Aufstehen ist nun um 7:30 Uhr. Oder ich werde auch mal früher wach. Manchmal schon um 6:30 Uhr. Mama sieht dann noch voll verknittert aus. 😉

Nachts werde ich noch ungefähr zweimal wach. Einmal reicht der Schnuller, aber beim zweiten Mal hab ich Hunger. Ich trinke dann aber nicht mehr so viel. Meistens 80 ml.

Mit dem Breiessen mache ich mich ganz gut sagt die Mami. Mittags gibts sogar schon Fleisch. Also Karotte, Kartoffel und Fleisch. Papa kocht das alles für mich. Er ist ein Superkoch! Ich esse davon ca 140 g.

Abends gibt es lecker Milchbrei mit Obst. Davon hab ich die letzten beiden Tage sogar über 200 g gegessen. Dafür fällt die Flasche um 19:00 Uhr flach. Mama füttert mich seit zwei Tagen bevor sie selbst ins Bett geht.

Was kann ich denn schon: Mit aller Gewalt versuche ich mir den Schnuller selber wieder reinzustecken. Manchmal kann ich es schon, aber manchmal saug ich wie wild auf der falschen Seite. Naja.

Ausserdem ziehe ich mir die Socken aus. Meine Füße hab ich jetzt endlich richtig entdeckt. Wenn ich nackig bin lasse ich sie nicht mehr los!

Gestern hat auch der erste Babykurs begonnen. Wir gehen jetzt Freitags zum Pekip. Alle Babys sind nackig und kugeln irgendwie auf dem Boden rum. Und wisst ihr was: Ich bin bisher das einzige Mädchen! Muss ich mich schämen vor den Jungs? Aber nächste Woche kommen Zwillinge dazu. Das sind auch zwei Mädels. Super!

Dann hab ich diese Woche noch eine ganz dumme Erfahrung gemacht: Mein Mund brennt wie Feuer und alles drückt wie verrückt! Manchmal muss ich ganz arg weinen weil alles weh tut! Ausserdem hab ich auch noch einen wunden Popo, Ausschlag im Gesicht und Durchfall bekommen. Oma meint das wären die Zähne. Was bitte sind denn Zähne? Das braucht doch kein Mensch! Mami hat mir Schnuller mit Wasser gefüllt und eingefrohren. Und manchmal bekomme ich so Gel in den Mund. Dann gehts wieder. Es ist noch keiner von diesen Zähnen durch und wenn das erst der Anfang ist… na dann Prost-Mahlzeit!!

Macht euch einen schönen Monat!

Eure La

plus job

was macht eigentlich die berufliche Entwicklung?

Es gibt Neuigkeiten.

Mein Baby ist erst 4,5 Monate und zum jetzigen Zeitpunkt könnte ich mir auf keinen Fall vorstellen schon wieder zu arbeiten.

Das mag sicher auch an den Nächten liegen. Wir stehen noch immer 2 Mal auf. Aber es ist erträglicher geworden. Trotzdem, wenn ich morgens pünktlich um 9 beim ersten Termin sein müsste wäre ich sicher nach kurzer Zeit ziemlich im A…

Jedenfalls kam ich nicht umhin mich zeitig um die Zeit nach dem ersten Jahr zu kümmern.

Bis Ende Juni muss ich mich schließlich mit der Personalabteilung geeinigt haben wie es danach weitergehen soll.

Aus diesem Grund habe ich meine liebe Chefin zu mir eingeladen um rechtzeitig meine Wünsche zu äußern und Ihre zu berücksichtigen.

Ich hoffe sehr, dass alles so klappt wie wir es uns vorstellen. Denn ich liebe meine Arbeit und freue mich auch schon sehr wieder zu arbeiten.

Aber ich liebe auch mein Kind…

Sobald etwas handfestes daraus geworden ist werde ich berichten.